Westküste Neuseeland
- Andrea Oldani
- 1. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Nach den Tagen rund um Christchurch zog es uns an die Westküste der Südinsel. Regen, Sonne, Wind und Wolken wechselten sich ab, und genau das machte diese Etappe so besonders - verbunden mit einer unheimlich schönen Unterkunft.

Von Pegasus aus führte uns die Fahrt über den berühmten "Arthur’s Pass", eine der spektakulärsten Alpenrouten Neuseelands. Leider blieb uns der Blick auf die majestätischen Gipfel verwehrt. Regen, Nebel und tiefhängende Wolken begleiteten uns über den Pass. Schade, denn die Strecke gilt als eine der schönsten überhaupt.
Doch der Himmel meinte es kurz darauf wieder gut mit uns: Beim Castle Hill beruhigte sich Petrus etwas und wir konnten zwischen den grossen, mystisch wirkenden Felsen spazieren. Ein Ort, der selbst im leichten Nieselregen seine ganz eigene Magie entfaltet.
Am Abend erreichten wir unser gemütliches AirBnB in Hokitika: mit Blick aufs Meer und einem Kamin, der die Stimmung perfekt machte. Für fünf Nächte war dies unser neues Zuhause. Wir erfuhren erst kurz vorher, dass aktuell Regensaison an der Westküste war. Doch genau das tat gut: einfach mal sein, ankommen, lesen, schreiben und zuhören, wie der Wind ums Haus zieht.

Die kleine Ortschaft Hokitika hat definitiv seinen Charme, auch wenn man sie in gefühlt 10 Minuten abgelaufen ist. Zwei, drei herzige Cafés und Restaurants, eine schöne Papeterie und paar herzige Boutiquen.
Nun, zwischendurch liess sich die Sonne trotzdem blicken. So nutzten wir die trockenen Tage für Ausflüge entlang der Westküste. Ein besonders schöner Tag führte uns nordwärts bis nach "Westport". Die Küste ab "Greymouth" erinnerte uns stark an die Great Ocean Road in Australien, nur eben in der Version Neuseelands. Unterwegs hielten wir bei den bekannten "Pancake Rocks", wo das Meer intensiv gegen die Felsen schlägt und der Wind das Salz in die Luft trägt.
In "Westport" selbst, ein kleiner, verschlafener Ort, der im Sommer Surfer anzieht, gönnten wir uns einen kurzen Lunch beim Argentinier, bevor wir weiter zum westlichsten Punkt Neuseelands fuhren. Dort lagen sie: die Seelöwen, schwer und friedlich, in der Sonne ruhend. Auch wir legten uns für eine Stunde auf eine Bank, machten kurz die Augen zu und genossen die warmen Sonnenstrahlen.

Auf der Rückfahrt erfassten wir die Küste in ihrem goldenen Licht. Wir hielten an einem einsamen Strand und sahen zu, wie die Sonne langsam am Horizont unterging. Dieser zählt definitiv zu unseren TOP 3 der schönsten Sonnenuntergänge. Schaut mal her:
Nachdem wir die wunderschöne Abendstimmung eingefangen haben, brauchten wir noch etwas in den Magen. Es war bereits 21:30 Uhr, so dass uns nicht anderes übrig blieb als McDonalds. Absolut okay für uns. Bis wir im McDrive bereits in der Autokolonne standen und das Menü studierten und feststellten, dass der einzige vegetarische Burger, den es für mich (Andrea) gab, der "Salad Burger" war... Die Burger Patties waren zwei Tomatenscheiben... 😅 Danke für gar nüt.. 😂 Immerhin freute ich mich auf die guten Pommes. Doch diese waren ungesalzen.. Sidenote an alle Vegetarier: Geht nicht zu McDonalds in Neuseeland. Dann doch lieber irgendwo auf dem Ländle, wo es sogar die besseren vegetarischen Burger gibt.
Ein paar Tage später zog es uns südlich in Richtung "Fox Glacier". Die Sonne schien an der Küste, doch die Berge versteckten sich hinter den Wolken. Somit leider keinen klarer Blick auf den Gletscher und Mt. Cook. Dafür entdeckten wir den "Lake Matheson", bekannt für seine Spiegelungen mit den Bergen. Doch nicht der See brachte uns ins Staunen, vielmehr der Regenwald rund herum. Wir beide waren noch nie in einem so schönen und grünen Wald und wie er duftete.. einfach nur herrlich! Es tat in jeder Hinsicht sehr gut fürs Gemüt.
Auf der Rückfahrt rissen die Wolken kurz auf, und die Gipfel der neuseeländischen Alpen leuchteten in der Abendsonne. Ein kleines Abschiedsgeschenk bevor wir unsere Reise weiterführen in den Norden.


Jetzt, wo wir weiter zur Nordküste der Südinsel reisen und die Alpen langsam hinter uns lassen, wissen wir: Wir kommen zurück. Vielleicht im Winter, zum Snowboarden. Vielleicht im Sommer, wenn das Wetter mitspielt und die Wandersaison eröffnet ist. Denn eines ist klar: Diese Landschaft aus Meer, Bergen und unendlicher Weite: Neuseeland, you have our heart.
Pegasus - Arthur's Pass - Hokitika, 27.10. - 01.11.2025





































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