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Queenstown

  • Autorenbild: Andrea Oldani
    Andrea Oldani
  • 12. Nov. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Nach Wochen im australischen Frühling landeten wir im Land der Kiwis zwischen Bergen, Seen und endloser Natur. Neuseeland empfing uns mit einer Ruhe und Weite. Unser erster Stopp: Queenstown - ein Ort voller Abenteuer und zugleich charmant und herzig im Herzen der Stadt.


Milford Sound
Milford Sound

Nach drei Stunden Flug von Melbourne nach Queenstown begrüsste uns das Kiwi-Land mit herzlicher Wärme. Der Anflug über die Berge löste in uns fast ein Heimwehgefühl aus, so ähnlich ist es unserer Heimat und doch wirkt alles viel mächtiger und eindrücklicher als in der kleinen Schweiz. Als Flugfanatikerin war für mich, Andrea, der Anflug ein absolutes Highlight. Amela überliess mir wie immer (danke 🫶🏻) den Fensterplatz, sodass ich die Fjorde und schneebedeckten Berggipfel im Anflug bestens geniessen konnte.



Zwischen den Bergen lag irgendwo die Landebahn von Queenstown. Dort angekommen mussten wir, wie bereits in Australien, durch die strengen Grenzkontrollen, wo Drogenhund und Scanner bereitstanden und unser Gepäck samt Wanderschuhen und Kamera-Equipment detailliert inspiziert wurde. Zum Glück gab es grünes Licht und wir sind somit bereit für die Fahrzeugübernahme bei Europcar. Dieses Mal ist es ein blauer Toyota RAV4, der uns über die Südinsel bringt.



In Queenstown übernachteten wir fünf Nächte in einem AirBnB gleich neben dem Flughafen (Planespotting, juhui!). Am Ankunftstag war nicht mehr viel los ausser Kühlschrank füllen und Wäsche waschen. Am nächsten Tag machten wir den "Queenstown Hill Walking Track", der mit seinen fünf Kilometern eine perfekte Aussicht auf Queenstown, den "Lake Wakatipu" (grösster See Neuseelands) und die umliegenden Berge bietet. Auch wenn es oben auf dem Gipfel super windig war, lohnte sich der Hike auf jeden Fall. Am Abend gönnten wir uns noch ein "Okonomiyaki" (kennen wir aus Japan) bei "Tanoshi Five Mile", bevor es ins Bett ging.



Früh aufgestanden, zog es uns in den Süden zum "Milford Sound", der bekannt ist für die imposante Kombination aus Bergen, Wasserfällen und Regenwald. Anmerkung: Da Neuseeland praktisch keine Autobahnen hat und zahlreiche Berge und Seen dazwischenliegen, dauerte die Fahrt fast vier Stunden für 280km. Der Weg lohnte sich allemal. Wir zählten hunderte kleine Baby-Schafe, die auf den grünen Wiesen herumhüpften, und begegneten lustigen Bergpapageien namens "Kea", die auf unserem Auto herumturnten und nicht mehr runterwollten. Nach einem kurzen Kaffeestopp in "Te Anau" erreichten wir eine Stunde später den eindrücklichen "Milford Sound".


Die zweistündige Schifffahrt auf dem Fjord haben wir über die App "GetYourGuide" beim Anbieter "Mitre Peak Cruises" gebucht. Das kleine Boot fuhr entlang der mächtigen Gebirge bis hinaus zum offenen Meer und wieder zurück. Währenddessen kamen wir an unzähligen Wasserfällen vorbei, die durch den starken Regen am Vortag besonders eindrucksvoll waren. Die Aussicht war wirklich überwältigend und kaum in Worte zu fassen. Wir können dieses Erlebnis jedem nur empfehlen. Und mit etwas Glück sichtet man sogar Wale - oder wie wir, einen Seelöwen.



Pünktlich zur Abenddämmerung fuhren wir entlang der imposanten Seen und Berge zurück nach Queenstown: eine unheimlich schöne Fahrt.


Am nächsten Tag besuchten wir die kleine Ortschaft "Arrowtown", rund 20 Minuten nördlich von Queenstown. Wir spazierten durch die lokalen Boutiquen und Cafés in den herzigen Gassen und gönnten uns ein Apéro-Plättli im Restaurant "Aosta". Anschliessend schlenderten wir noch durch die Läden und die Innenstadt von Queenstown, bevor wir den Abend gemütlich im AirBnB ausklingen liessen. Übrigens, Queenstown ist definitiv eine schöne Ortschaft und Region zum Verweilen - ob für Abenteuer, gutes Essen mit herzigen Restaurants, Cafés und Bars oder einfach zum Flanieren. Absolut empfehlenswert.


Das Wetter war sehr abwechslungsreich - von blauem Himmel mit Sonne über Wolken bis hin zu starkem Wind und Regen. Also nahmen wir das Auto und fuhren nach "Glenorchy" entlang des "Lake Wakatipu". Dort spazierten wir (bei Sonnenschein!) durchs Naturschutzgebiet, genossen die Aussicht auf den See und verspeisten einen leckeren Falafel-Wrap, bevor wir zurückfuhren.



Am Abend stand für mich, Andrea, ein grosses Wiedersehen an. Im Jahr 2003 wohnte nämlich über ein halbes Jahr Ella, eine Austauschschülerin aus Neuseeland, bei uns. Da war ich gerade mal neun Jahre alt. 22 Jahre später kam es nun zum grossen Wiedersehen zusammen mit ihren Eltern im schönen Restaurant "SODA" im Herzen von Queenstown. Es fühlte sich an, als würde ich meine Familie aus Neuseeland treffen, da sie für mich damals wie eine grosse Schwester war. 🫶 Und ja - Kiwis sind so herzlich und liebevoll. Es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass wir uns gesehen haben. 🤗



Queenstown, 14. - 19.10.2025

 
 
 

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photo & video credits: Amela by in-frames.com

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