Kalbarri - Yanchep Nationalpark
- Andrea Oldani
- 26. Sept. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 27. Sept. 2025
Von Kalbarri ging es weiter südwärts Richtung Perth. Die Fahrt führte durch blühende Felder, vorbei an Ranchs und Tierweiden. Unterwegs legten wir Stopps ein, entdeckten neue Landschaften und erlebten die Natur nochmals von einer ganz anderen Seite im Vergleich zum Norden.

Am Donnerstagmorgen zogen wir weiter südlich, wo uns eine abwechslungsreiche Autofahrt erwartete. Die Landschaft änderte sich im Gegensatz zum Norden, es blühte regelrecht und wir spürten den Frühlingsbeginn der Natur. Wir fuhren entlang von gelben Rapsfeldern, unzähligen Tierweiden mit Kühen, Schafe und Pferde und schönen Ranchs. Da schlug mein (Andrea) "Püru"-Herz regelrecht höher.
Ein kurzer Stop legten wir beim "Hutt Lagoon" ein oder auch bekannt als "Pink Lagoon" aufgrund seiner Farbe für paar Aufnahmen, bis wir dann im Küstenort "Geraldton" eine längere Mittagspause machten. Total 3.5h und rund 350km später trudelten wir in unserem Campground "Milligan Island Eco Camping" ein, wo wir erneut nur Plumpsklo und ohne Strom verbrachten. Das Abendessen genossen wir mit unseren Campingstühlen am Strand bei Sonnenuntergang und ohne Menschen, wie schön. Auf diesem Camping war es stockdunkel.. es hatte wirklich nichts.. ausser schöne Sternen und viele Mücken, welchen wir in höchster Geschwindigkeit ins Dachzelt entfliehen mussten.
Um 06:30 Uhr erwachten wir bei Nieselregen. Statt langsames Aufwachen mussten wir erneut vor einer Mückeninvasion flüchten. In der nächsten Ortschaft "Jurien Bay" (15min) schlürften wir im Skatepark genüsslich unseren Flat White im Sonnenlicht. Amela entdeckte ein kleines Trottinett, das sie natürlich mit paar Tricks gleich austestete und ihr inneres Kind aktivierte. Nebenbei liessen wir das Dachzelt in der Sonne trocknen. Dabei kamen wir ins Gespräch mit aufgestellten Aussies. Ob das an unserem 4x4 mit dem aufgeklappten Dachzelt lag oder doch an unserem Schlafloch und Pijama, welches wir noch anhatten? We will never know.
Etwas später erreichten wir den "Nambung Nationalpark". Kurzer Exkurs: Die "Pinnacles Desert" ist bekannt für ihre beeindruckenden Kalksteinformationen , die über Jahrtausende entstanden sind. Diese natürlichen Strukturen ragen überall in der Wüste aus dem Sand und sind teilweise bis zu vier Meter hoch. Es war super eindrücklich und definitiv etwas, was du nicht täglich begegnest. Mit dem 4WD kannst du sogar durch die Wüste fahren. Der lange "Loop Drive" war aber aufgrund Bauarbeiten gesperrt, so dass wir den kürzeren Drive von 4km machten, sehr schön. Du kannst ihn auch gut zu Fuss machen und rund 2 Kilometer davon mit dem "Walk Trail" zum Lookout ablaufen.

Anschliessend zogen wir weiter zu den Sanddünen in Lancelin. Die Dünen konnte man mit 4WD (und viel Mut) sowie Buggies oder Quadbikes ansehen. Dies wollten wir machen. Leider war um diese Zeit alles ausgebucht oder nur in Gruppen möglich. Ebenfalls hatte man die Option, die Sanddünen mit Holzbretter herunterzufahren. Wir übersprangen diesen Teil, da ich als Kind eine schlechte Erfahrung mit diesen Holzbrett hatte.. Ich lag damals Kopf voran mit dem Bauch auf diesem Brett und fuhr die Düne runter. Nun ja, beim Aufschreien kam mir der ganze Sand in den Mund, was die Angelegenheit ziemlich trocken und hässlich machte.. die Tränen haben das Ganze wohl wieder etwas abgewischt. 😅
Da wir erneut zu kurzfristig waren und der Campground im "Yanchep Nationalpark" ausgebucht war, gönnten wir uns im Hotel "Yanchep Inn" ein Doppelzimmer (fast so gross wie eine Wohnung) mit Seeblick für CHF 120.-. Der Nationalpark ist nur noch eine Stunde nördlich von Perth entfernt. Da wir die Sanddünen übersprangen, hatten wir umso mehr Zeit im Park, was sich absolut lohnte. Wir spazierten gemütlich um den See, sichteten wilde Kängurus, Kakadoos in pinker, weisser und schwarzer Ausführung und herzige Koalas.
Auf unserem Balkon lasen wir noch paar Zeilen aus dem Buch, bevor wir mit den Einheimischen im Restaurant nebenan bei Live-Musik und Bier unser Abendessen bestellten. Randbemerkung: Die Australier haben ihre Stärken definitiv nicht im Würzen, umso grosszügiger sind sie in den Portionen. Wir überessen uns ständig. Die vollen Bäuche verdauten wir bei einem kurzen Spaziergang im Dunkeln zurück ins Zimmer, wo wir auf rund 20 grasende Kängurus trafen, soooo herzig.
Kalbarri zum Yanchep Nationalpark, 18.09 - 20.09.2025







































Pürus forever <3