Adelaide
- Andrea Oldani
- 11. Okt. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Nach drei Wochen entlang der Westküste Australiens erreichten wir mit Adelaide unser nächstes Kapitel: neue Landschaften, andere Menschen und ein Hauch von Grossstadtflair zwischen Weinreben, Stränden und Kultur.

Nach der Westküste zog es uns weiter nach Südenosten, von Perth nach Adelaide. Frühmorgens um 03:00 Uhr klingelte der Wecker für unseren Flug mit Jetstar. Jetstar lässt sich gut mit EasyJet bei uns vergleichen: Alles kostet extra, so auch das Gepäck. Da unsere Koffer und auch das Handgepäck gefüllt sind mit Wanderschuhen, Kamera-Equipment und Kleidung, die allesamt ordentlich ins Gewicht fielen, blieben auch wir von den Gebühren nicht verschont: 20 AUD pro Kilo (2 AUD = 1 CHF). Glücklicherweise hatte die Dame am Schalter wohl Erbarmen mit uns und gewährte 50% Rabatt. So mussten wir am Ende „nur“ noch 160 AUD statt 320 AUD bezahlen.
Nun, in Adelaide wurden wir herzlich von Heike, einer guten Freundin meines Vaters, empfangen, welche mit ihrer Partnerin hier lebt. Für die nächsten vier Nächte durften wir bei ihnen wohnen und wurden währenddessen von A bis Z regelrecht verwöhnt (DANKE!). Schon am Nachmittag spazierten wir gemeinsam am Strand entlang, gönnten uns eine richtig gute Pizza bei "Drifter's Pizza and Beer" und fielen am Abend müde, aber zufrieden ins Bett.
Am nächsten Morgen starteten wir mit einem warmen Porridge und frischen Früchten in den Tag. Unser Ziel: der "Onkaparinga River National Park", etwas ausserhalb der Stadt. Wie in so vielen australischen Nationalpärken warteten auch hier unzählige Trails, von kurz bis anspruchsvoll. Am Ende waren es 13 Kilometer und über 20'000 Schritte. Belohnt wurden wir unterwegs mit zwei wilden Koalas, die oben im Baum dösten und einer davon genüsslich Eukalyptusblätter kaute, sowie vereinzelte Kängurus. Die Natur zeigte sich auch in diesem Ecken des Landes wieder einmal von ihrer schönsten Seite.
Nach einer warmen Dusche wechselten wir die Location: Weingut statt Wildnis. Südlich von Adelaide, im "McLaren Vale", besuchten wir das Weingut "Chalk Hill Wines". Zwischen Rebbergen, kalter Platte, knuspriger Pinsa und dem australischen Rotwein "2024 Chalk Hill Tempranillo Grenache" liessen wir den Tag mit schönen Gesprächen ausklingen.
Der dritte Tag begann sportlich, diesmal mit Heike's Senioren-Walkinggruppe, die uns rund sieben Kilometer entlang der Klippen führte. Anschliessend flanierten Amela und ich durch die Gassen und Läden von Adelaide und liessen uns den berühmten "Adelaide Central Market" nicht entgehen, der übrigens seit 1870 lokale Spezialitäten vermarktet. Von Wein über frisches Obst bis zu Fisch und Fleisch gibt es dort alles, was das Herz begehrt.
Das Wetter spielte ständig verrückt, alle 15 Minuten wechselte es von Regen zu Sonnenschein. Zum Glück meist dann, wenn wir gerade beim Essen oder Einkaufen waren. Zum Abschluss sassen wir am Torrens River in der Sonne, beobachteten Menschen und die Vögel und verstanden, weshalb Adelaide zu Recht den Namen Festival City trägt: Hier ist immer etwas los, ob kulturell oder sportlich.
Was uns zudem überraschte, war das hohe Polizeiaufgebot in der Stadt. Bei der Ankunft am Hauptbahnhof standen ein Duzend Polizisten inkl. Drogenhunde, die alle kontrollierten. Auch in der Einkaufsstrasse "filzte" die Polizei in ziviler Kleidung junge Leute.
Am Mittwoch machten wir eine Jogging-Runde im Park nebenan und trafen dabei grasende Kängurus an. Den Nachmittag verbrachten wir bei englischem Wetter mit Regen und Sonne in der Stadt und besuchten die "State Library of South Australia". Man besagt, dass das eine der schönsten Bibliotheken weltweit ist. Toll! Nur stellten wir bei der Ankunft fest, dass die Bibliothek bis am Freitag wegen Bauarbeiten geschlossen ist ... und wir am Donnerstag von Adelaide abreisen.. (😭) Nun ja.. so besuchten wir im Gebäude nebenan die Frühlingsausstellung und kauften uns als Andenken und zur Unterstützung von lokalen Künstlern ein schöner Print.
Auch die Einkaufsstrasse kam nicht zu kurz. Für beide gab es nämlich neue Schuhe. Meine (Andrea) Sneakers mussten definitiv ersetzt werden, da sie nach all den Spaziergängen im Outback vielmehr rot statt weiss aussahen. Am Abend kümmerten wir uns als Dankeschön ums Znacht, welches wir bei der Tochter, Marisa, zubereiteten. Es gab Fajitas. Marisa und ihr Mann haben zwei Kinder und zwei Katzen.. wer uns kennt, kann raten, worüber wir uns am meisten gefreut haben.. 🥹 Mit einem Glas australischen Wein verabschiedeten wir uns in eine ruhige und zufriedene Nacht.
Nach einer wundervollen Zeit mit Heike und Pia holten wir am darauffolgenden Tag unser Auto bei SIXT ab. Wer weiss es, welches Auto Amela vor wenigen Wochen verkauft hat? Jap, es ist der Mitsubishi ASX, einfach in modern. Diese Kutsche dürfen wir nun für die nächsten acht Tage via Great Ocean Road von Adelaide nach Melbourne fahren. Let's go.
Adelaide, 28.09. - 02.10.2025





























































Kommentare